ah P.S.:
Mir haben einige Leute gesagt sie hätten mir über diese Seite Mails geschickt… leider ist von hier nix, außer einer Mail angekommen… Ich danke trotzdem sehr!
Mir haben einige Leute gesagt sie hätten mir über diese Seite Mails geschickt… leider ist von hier nix, außer einer Mail angekommen… Ich danke trotzdem sehr!
Ihr merkt am Ende wiederholen sich auch schon Dinge. Irgendwann haben sich dort Texte angesammelt und ich hatte selbst den Überblick verloren. Nun kommt noch ein Text den ich auf dem Rückflug schlief, aber dort fehlte mir dann alle Motivation und es war kalt und dann wieder warm (Fieber eben):
Hier sitze ich nun also, am langweiligsten Flughafen der Welt, fünf Monate nachdem ich Indonesien gelandet war. Ein Check-in, vermilchte Scheiben und sonst ein Kiosk und sonst Leere. Kuba, du rätselhaftes Land. Sehr viel gelernt, sehr viel gesehen, Sprache, Kultur, Politik, Leben, Tourismus. Ich konnte wahrscheinlich 10 Seiten über alles schreiben. Ich belasse es bei dem bereits geschriebenen und erzähle euch gern davon!
und zum Schluss noch ein paar unbedeutende Worte:
Nein, ich kann nicht sagen ob ich nun ein anderer Mensch bin, ich glaube nicht. Ich habe viel erlebt, viele neue Sichten auf die Welt kennengelernt und natürlich hatte ich Herausforderungen zu Meistern, aber letztendlich bin ich glücklich diesen Trip gemacht zu haben. Tolle Menschen, schreckliche Menschen und auch stinklangweilige kennengelernt. Orte und Dinge gesehen, die ich nicht wusste, dass sie existieren könnten. Es war aber nun auch nicht so, dass ich sagen würde, Oh mein (wahrscheinlich nicht vorhandener) Gott, hier muss ich bleiben, alle Menschen sind so viel toller als in Deutschland, bla bla. Eher gibt und gab es überall schlechte und gute Eigenschaften. Sowie gute und schlechte Menschen, aber natürlich auch ganz viel dazwischen und komplizierter. Ich hatte also auch keinen Kulturschock als ich zurückkam. Zumindest noch nicht, wer weiß wer weiß.
Ich habe mich aber immer sehr gefreut wenn Leute mir erzählt haben, dass sie meinen Blog gelesen haben, oder mich, wieder in Europa, an Dinge erinnert haben, die ich geschrieben habe, aber selbst schon wieder fast vergesse habe.
Und hiermit war’s das auch schon alles. Tut mir leid, ich habe keine wichtigen Worte für diesen Blog, die in die Geschichte eingehen könnten. Ich entschuldige mich für alle dämlichen Grammatikfehler und Rechtschreibfehler, und Fehler die mein Autocorrection Programm auf dem iPad eingeschleust haben, die den Sinn dann ziemlich verzerrt haben. =)
Reist mal wieder, auch wenn’s nur der Nachbarort ist in dem ihr noch niemals gewesen seid, oder lernt mal wieder irgendwelche fremden Leute kennen. Erfreut euch des Lebens. Und ganz wichtig, immer mal wieder bei mir melden!
Viele Grüße aus Deutschland :)
Nach 10 Tagen in Kuba und nahezu unendlichen Nächten am Malicón mit den vielen Kubanern die ich so getroffen hatte, war ich irgendwann einfach müde und hatte auch nicht mehr so die Geduld viel zu reisen. Entweder man entschied sich für den günstigen Weg, wo man überall für weniger als 5€ hinkommt oder den komfortablen Weg (taxi oder Reisebus. Dieser konnte dann aber auch mal locker 100€ bezahlen, das Geld hab ich nun einfach nicht mehr. Ich entschied mich also nach einer Woche Havana und einer Woche reisen mich ein bisschen zu erholen und nichts zu tun bis ich wieder zurück kam.
Ich fragte einen meiner neuen kubanischen Freunde ob er mir ein günstiges und nettes Hotel in Varadero empfehlen könnte. Kawama fiel ihm da spontan ein. Gesagt, getan und ich hatte mich für vier Nächte in einem 3 Sterne all-inclusive Hotel in Varadero eingebucht. Kling gut, oder? Man muss dazu sagen, dass Varadero dafür bekannt ist die schönsten Strände zu haben und die einzigen Kubaner, die man kennen lernt sind Arbeiter. Also eigentlich alles nicht mehr wirklich Teil von Kuba, sondern eher Westen mit Wohlfühl-Sozialismus. Am letzten Abend natürlich noch ein bisschen das Ende meiner offiziellen kleinen Weltreise verabschiedet und gefeiert und dann ging’s auch los.
Nach 2 Stunden Fahrt kam ich doch an und hab gesehen, dass mir 5anstatt 4 Nächte abgebucht wurden. Das musste ich dann noch schnell ändern. Ich dachte kein Problem,hab ja übers Hotel gebucht. Nix da, die Frau empfahl mir doch das Internet zu benutzen, dass 5Cuc (also 5 Dollar) für eine halbe Stunde kostet um dann dort anzurufen. Ich hab mir die Nummer natürlich schon vorher aufgeschrieben und ihr gezeigt: die Nummer des Hotels war das. Ne, dann könnte sie nichts tun. Nachdem ich dann 10 Minuten elaborierte, dass ein Hotel, wenn ich doch dort buche, es auch ändern können müsste, dürfte ich endlich mit jemand anders reden. Die Sache war dann auch super einfach. Vor und im Zimmer gab es einen komischen Geruch von dem ich hoffte er wurde sich noch verziehen. Er wird die Tage über allerdings nur schlimmer, dass es einem schlecht werden würde wenn man reinkommt. Die Kakerlaken hab ich dann garnicht mehr erwähnt als ich das Zimmer wechseln wollte zwei Tage später.
Die Gäste hier sind allerdings noch viel interessanter: hauptsächlich deutsch und kanadisch und so richtige stereotypische Proleten. In der Sonne liegend, egal ob die haut sich schon pellt oder nicht und den ganzen Tag billigen Alkohol trinkend. Richtig billigen Alkohol. Ich hab hier nach einem Tag auch eigentlich nur noch Wasser getrunken, da die Kola generell stark mit Wasser gemischt war und man nur erahnen konnte, dass da mal Kohlensäure drin war. Dazu wird man häufig nicht mal freundlich aufgefordert Trinkgeld zu geben, einen Cuc in der Regel. Also bin ich in einem all-inclusive Hotel in dem es Essen gibt das mich in Havanna 20-60 Cent gekostet hätte und dazu noch besser war. Dazu soll ich dann einen Cuc drauf bezahlen? Ein Deutscher hat mir erzählt, dass, als er einmal ein Trinkgeld für die Putzfrau im Zimmer ließ seine schmutzigen Handtücher wieder aufgehängten bekommen hat. Das Buffet hier ist vergleichsweise schlecht. Ich hab mich für rein vegetarisches Essen. Ich glaube, dass diese Tiere nicht sterben sollten für eine derart schlechte Zubereitung des Fleisches… Ehrlich, ich sollte vielleicht mal ein Foto machen (kann aber sein, dass man das nicht darf).
Aber gut, der Strand ist wirklich schön und ein paar nette Leute (wenn ich dich dort kennen gelernt hab und du hast diesen Text auf facebook gesehen, gehörst du wohl dazu) habe ich auch getroffen mit denen ich dann am Abend an der Bar gesessen hatte. Gestern wurde ich zu Baileys eingeladen, dass eine Kanadierin mitgebracht hatte. Und an sich ist ja auch die Anlage schön, aber eben kommen da Kubaner an, die noch mehr betteln als die Leute in Havanna. Allerdings verdienen die mehr als 30 mal mehr. Und mir erklären wollen, dass es in Kuba normal sei 25 Cuc bis zum Flughafen zu bezahlen, der 15 Minuten weit weg ist. Am Ende gehen aber viele nach Hause und erzählen wie schön Kuba doch sei und die Leute erst. Was für eine schöne Stadt Havanna doch sei, sie hätten ja einen Tagesausflug mit einer Gruppe von 10 Leuten für 55€ gemacht. Entweder nimmt man an, der Sozialismus, ach wie schön, wenigstens sind die Leute glücklich. Oder, ach Kuba, eigentlich DDR hier. Schwarz oder weiß ist halt immer am nächsten. Aber nun gut, ich hatte meinen Spaß, sie hatten ihren Spaß. Jedem das seine. (ich hab auch schon einige Leute getroffen, die mir bei meinem Erzählungen an den Lippen hängten und zumindest für jetzt den Entschluss gewagt haben nächstes mal das Abenteuer Kuba richtig zu erleben)
Ich freu mich Euch wieder zu sehen
P.s.: noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Hotel in Varadero. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass dieser widerliche Gestank in meinem Zimmer Insektengift war. Das neue Zimmer hatte nur leicht danach gerochen, aber ich schätze mal es wurde gelüftet. Das Zimmer indem ich nun bin wurde auch nur einen Tag von einem deutschen Pärchen gewechselt weil hier Kakerlaken drin waren. Heute war es auch nur noch ekelhaft vom Geruch her. Ich wollte also das Fenster öffnen, klemmte. Ich benutzte ein bisschen mehr Kraft. Plötzlich ging es ruckartig auf, nur leider war mein Finger noch dazwischen. Der Nagel ist nun Lila und ein Quadratzentimeter meiner Haut ist ab. Was man also? Rezeption, erste Hilfe Kasten. Die Frau sah meinen Finger und war ein bisschen genervt, weil sie grad telefonierte. Legte den Hörer zur Seite und sagte, dass die Apotheken um Mitternacht geschlossen sein (haha) und ich solle doch einfach bis morgen warten. Erste Hilfekasten gibt’s nicht, aber an der Bar gibt’s Vodka. Das Zimmer kann ich nicht wechseln. Kuba ist toll, Varadero ist Scheiße! (ein Hotelgast hatte schlussendlich einen Erstehilfekasten und ich bin nun versorgt).
Am Flughafen angekommen stand direkt erstmal die Schleuse an. Erst wird das Visa gestempelt. Man bekommt keinen Stempel im Reisepass, sondern auf einem extra Dokument. So können auch Amerikaner einreisen. Meinen mittlerweile etwas zerfledderten Reisepass fand die Dame allerdings nicht so toll und musterte mich scharf. Nach der Erklärung, dass ich schon etwas länger reise durfte ich noch kurz in die Kamera schauen um meine biometrischen Daten zu erfassen. Noch schnell durch die Reisegepäckkontrolle, wo ich zum ersten mal von einer Frau in einem engen pinken Top und High Heels abgetastet wurde. Dann endlich ging es ab zu den Koffern. Noch nie ging es so langsam voran. Erfrischend war, dass es kaum Werbung gab. Allein für ein paar Orte In Kuba, aber die fiel kaum auf. Das Band stoppte für ein paar Minuten und ging wieder weiter, das wiederholte sich ein paar mal und nach ein bisschen mehr als einer halben Stunde erhielt ich
letztlich meinen Rucksack.
Um in die Stadt zu kommen teilte ich mir mit einen der vielen Europäer ein Taxi, der sich in eine Kubanerin hier verliebte. Heute kam er eigentlich nur für drei Tage um seine Freundin abzuholen damit sie nach Norwegen reisen kann, aber sie rief ihn nur ein paar Tage früher an, dass sie wohl doch ein Monat später kommen will. Wenn das alles doch nicht klappt, hat er 1000euro Schmiergeld für die Bewerbung umsonst bezahlt (Notiz: hierzu sollte man den Film ‘El Rey de Havana’ sehen wurde mir später von einem Australier der hier Musik studiert erzählt). Irgendwann kam ich dann auch im Casa Particulares an. Das sind Privathäuser, die eine Lizenz gekauft haben um Touristen zu beherbergen, sonst ist das illegal und kann zu hohen Strafen und Hausverlust für den Kubaner führen, schließlich sind Touristen hier die größte Einnahmequelle für den Staat.
Die zwei Kanadier hier im Casa Particulares erzählten mir, dass sich die meisten Männer wie Frauen in Kuba in unserem Alter eigentlich Prostituieren und wenn man hier jemanden kennenlernt, wollen die meistens Geld. Ganz so ist das natürlich nicht, aber eben ihre Sichtweise, nachdem sie selbst angeblich Frauen für gewisse Dienste gekauft haben.
Ich machte mich also auf zum Malicón, das ist wo Abends Kubaner rumsitzen, trinken, singen, flirten etc. Meine Mission, wie immer, war natürlich Einheimische kennen zulernen. Zu allererst traf ich natürlich einen Deutschen (den einzigen soweit). Wir gingen auf und ab, kauften Zigaretten (so kann man in jedem Land am besten Einheimische kennenlernen) und fragten nach einem Feuer und saßen uns dazu. Die ersten waren freundlich, fragten aber irgendwann immer häufiger ob wir nicht Bier wollten, und wenn ja, dann sollten wir ihnen auch was ausgeben. Der kleine recht modische erzählte uns, dass er eigentlich auch Pornos drehen würde deshalb könnte er uns auch ein Mädel besorgen… Nein Danke, wir gingen weiter, unterhielten uns wieder, wurden irgendwann nach Geld gefragt und gingen weiter. Diese Leute sehen alle nicht aus als hätten sie es nötig, aber selbst als Doktor hier verdient man 600 Peso Nacional im Monat. Dazu muss man noch schnell erklären, 24 Peso sind 1CUC was wiederum ungefähr soviel ist wie ein Dollar. All das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz so genau. Der Deutsche ging irgendwann und ich versuchte weiter mein Glück Leute kennenzulernen. Ich setze mich zu zwei Typen, die mir etwas von ihrem Rum anboten und sich nett mit mir unterhielten. Sie erzählten mir, wie wenig man hier verdient und ihre ganze Geschichte. Irgendwann fingen sie dann an mich zu überreden mein Handy abzugeben, weil es ja bei uns eh kaum etwas Wert ist und für sie so viel. Mir wurde später erklärt, dass das genau die Masche ist. In Kuba gibt es fast keine Kriminalität gegenüber Touristen (ich glaube auch untereinander kaum), aber einige versuchen einem einfach alles anzureden und die Tricks können teilweise ziemlich gut sein. Der Grund dafür, dass mir als Tourist kein Messer vorgehalten wird ist, dass Touristen die Haupteinnahmequelle sind für den Staat. Wenn ein Kubaner erwischt wird, dass er irgendwas an Touristen illegal verkauft, das kann der Körper sein, für Geld fragen oder Zigarren kann es zu drastischen Strafen kommen. Unterhalten dürfen sie sich nur eben nicht zu viel und kein Geld annehmen auf der Straße. Deshalb läuft alles diskret ab und meistens an Orten wo keine Polizei ist (was hier nicht so leicht ist). Ich war an diesem Abend recht spät unterwegs und brauchte dann noch eine Stunde bis ich mein Haus gefunden habe. An meinem nächsten Tag ging also nicht all zuviel. Ich schlenderte durch die etwas runtergekommenen Straßen begleitet von den Oldie Autos, die wir alle von Bildern und Erzählungen kennen und den alten Häusern im Kolonialstil. Ich wechselte meine erstes Geld zu Pesos um mir billigeres Essen kaufen zu können. Hatte meine erste Peso Pizza (20 Peso, also weniger als ein Dollar) und machte mich weiter auf durch die Straßen. An diesem Tag hatte ich auch endlich Glück. Zunächst traf ich jemanden, der mir von einem Salsa Festival erzählte. Von diesen Leuten gibt es auch viele. Sie bringen dich in eine nicht ganz so tolle Bar und kassieren Kommissionen (das ist natürlich auch illegal, aber die Schattenwirtschaft ist hier nunmal recht ausgeprägt). Ich fragte also ob es umsonst sei und er bestätigte. Ich hakte noch ein bisschen weiter nach, ein bisschen Gespür habe ich da glaub ich schon entwickelt. Ich sagte, dass ich keine Getränke kaufen könnte und schon hatte er sich verzogen. Dann sollte ich endlich Glück haben. Ich kam ins Gespräch mit zwei Jungs und auch selbst nach einiger Zeit fragten sie nach nichts und baten mir auch nicht mit viel Rum oder sonst irgendwas an. Ich erzählte ihnen von meinen nicht so tollen Erfahrungen und sie sagten mir, ja, von diesen Leuten gibt es viele, aber man erkennt sie einfach irgendwann. Vor allem war ich die Nacht davor einfach am falschen Ort. Ich erzählte, dass ich gerne auf eine Feier gehen würde, aber nicht eine von diesen Touristen, wo man 5CUC bezahlen muss und dann da nur Touristen und Kubaner die ständig nach Geld fragen sind, sondern die richtigen Feiern, wo es eben hauptsächlich nur Kubaner gibt und kaum bis keine Touristen. Ja, könnte ich. Sie warten nur grad auf einen Freund. Es ist nur wichtig, dass ich kein Wort sage wenn wir rein gehen, weil sonst musste ich mehr bezahlen oder würde gar nicht erst reinkommen.
Auf ging es also ins Linea, das ist eine Art Taxi das allerdings immer die gleiche Strecke fährt und Leute unterwegs einsammelt. Wir saßen teilweise zu fünft auf der Rückbank. Das war natürlich 20 außerhalb des Zentrums. Wir gingen rein, ich schwieg und alles funktionierte! Wow, ich hatte noch nie Menschen so gut tanzen sehen. Kaum jemand saß. Von Anfang an ging es auf die Tanzfläche. Egal was für ein Lied, von Salsa bis Dubstep (eine Art Techno) konnten sie mit Drehungen und Spaß und ohne Mühe tanzen. Ich kam mir das erste mal unbeweglich beim Tanzen vor, nichtsdestotrotz, ich amüsierte mich trotzdem. Zwischendrin gab es kleine Shows und Livesänger. Später noch eine Preisverleihung. Ein Pärchen gewann zwei Flaschen Havana Club und noch ein paar
Kleinigkeiten, die ich nicht sehen konnte. Der entscheidende Punkt aber war, dass ich selten jemanden gesehen hatte, der sich so sehr freute, fast als hätte er einen Traum erfüllt bekommen.
Meine neuen Freunde erzählten mir irgendwann, dass sie eigentlich in der Militärschule studieren und deshalb mich niemals zu sich einladen dürften (normalerweise dürfen mich Leute einladen, aber ich dürfte halt nicht dort schlafen). Nicht nur, dass sie mich nicht einladen dürften, sie dürften, im Gegensatz zu anderen nichtmals mit mir reden. Sie mochten mich aber sichtlich und so unterhielten wir uns weiter wo keiner hören konnte, dass mein Spanisch gebrochen ist. Er erzählte mir auch, dass seine Mutter als Ärztin schon im Chad und Frankreich für einige Zeit gearbeitet hat. Sobald sie aber zurück kommt, muss sie alles Geld wieder abgeben. Trotz all der Schwächen, die dieser Staat hat, die akademische Ausbildung ist Weltklasse (angeblich), besonders die medizinische. Amerikanische Ärzte und andere versuchen von den Ärzten hier zu lernen und auch sonst sind sie sehr beliebt. Jeder bekommt medizinische Versorgung umsonst und wirklich ungesunde/kranke Menschen sieht man hier nicht wirklich. Gesundheitlich geht es den Menschen gut. Auch die Bildung ist gut, der Australier, der nun hier für ein Jahr studiert erzählte mir, dass auch Professoren durchaus kritisch gegenüber dem Staat sein dürfen und es auch sind. Akademiker sind durchaus recht gebildet, nur verdienen sie eben nicht viel.
Als die Party dann irgendwann vorbei war fuhren wir zurück und vereinbarten einen Treffpunkt für den nächsten Tag. Anrufen dürfte ich sie ja nicht und Internet gibt es hier sowieso kaum. Wenn, dann nur teuer und langsam. Und eigentlich dürfen sie auch als Militär kein Internet benutzen. Warum trafen wir uns aber, obwohl das Risiko da war, dass er Probleme bekommen würde? Ganz einfach, kein Kubaner hält sich an die Regeln. Fast jeder hat ein illegales Zweiteinkommen und partizipiert im Schwarzmarkt und eigentlich wird man auch nicht angehalten. Unser Plan war Eisessen zu gehen mit noch ein paar anderen vom Hostel. Teilweise wartet man dort bis zu einer Stunde um reinzukönnen, aber die Belohnung ist grandios. Vier Kugeln Eis mit Kuchen kosten mich 5 Pesos. Das sind 20 Cent! Und schmecken tut es auch! Dazu lud ich meinen kubansichen Freund natürlich ein. Es gab jeweils zwei Portionen für uns.
Danach wollten wir in die Altstadt und uns ein bisschen den Tourismuskram ansehen, den hatte ich ja noch nicht gesehen. Ganz am Anfang erklärte er mir, dass wenn wir angehalten werden, ich einfach weitergehen sollte als wäre nichts gewesen (bei Leuten die nicht im Militär sind ist es andersrum, da muss ich umbedingt dabei bleiben um zu sagen, dass wir Freunde sind. Er als Militär darf aber nicht mit mir befreundet sein.). Es war ein schöner sonniger Tag, nicht zu heiß. Er erzählte mir ein bisschen über Kuba, ich über Deutschland und Europa. Wir verdienen mehr, aber dafür ist alles teuerer. Die abgefahrenen (nicht die schönen, die alten eckigen Schrotthaufen) sind hier teuer als bei uns. Kriminalität, Leben an sich, Zivilrechte und was uns eben so einfiel. Wenn wir über Straßen liefen wo Polizei sein könnte, liefen wir auf anderen Straßenseiten oder einfach hintereinander her. Später wieder nebeneinander. Dann bogen wir wieder in eine kleinere Straße und unterhielten uns ein bisschen.
Ab jetzt bin ich mir nicht so ganz sicher, was genau passierte und wie das alles genau abgelaufen ist. Ich wollte Wasser kaufen und schaute ob ich genug Geld hatte, von hinten bog gerade ein Polizeiauto in die Straße. Ich lief weiter, wie wir es vereinbart hatten. An der Ecke verwickelten mich ein paar in ein Gespräch was mir recht kam, aber sahen die Polizei und verabschiedeten sich. Ich ging in die Seitenstraße, aber noch leicht unter Schock. War hin und her gerissen ob ich da nun warten sollte oder weitergehen. Wir vereinbarten ja nicht ob er dann nachher auf mich wartet oder er einfach hinterherkommt. Dafür waren sie Straßen gerade an diesem Ort aber ein bisschen verwinkelt. Ich wollte noch ein Stück weitergehen, drehte mich dann aber kurz um, während im gleichen Moment die Polizei so langsam wie möglich an meiner Seitenstraße entlang fuhr. Ich wartete danach noch kurz und ging an die Stelle wo ich ihn verloren hatte. Er war weg! Ich kann nicht sagen, ob er nun ins Gefängnis genommen wurde, wie lang wir vielleicht schon vorher verfolgt wurden, ob er vielleicht nur woanders abgesetzt wurde, als kleiner Angststich für ihn.
Stell dir vor du läufst mit jemanden auf deiner Wellenlänge über die Straße. Von einer Sekunde zu anderen ist er weg. Nicht tot, einfach weg. Du kannst dich nicht mehr verabschieden. Auch ein Andenken und ein Dankeschön für alles. Es gibt keine Möglichkeit ihn und seine Freunde wiederzusehen, Facebook und Emails hat diese Person ja auch nicht. Das ist das eins der komischsten Gefühle, die man haben kann. Trauer natürlich nicht, aber Schuldgefühle schon. War es falsch, dass ich nicht abgelehnt habe, als er mir die Stadt zeigen wollte? Oder ist es ok, weil es sein Entscheidung war? War es so klug das Portemonnaie rauszuholen als ich gucken wollte ob ich genug für Wasser hab? Habe ich es vielleicht zu hastig eingepackt als die Polizei kam, so dass man denken konnte, dass ich etwas vertuschen wollte (ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich das machte oder nicht). Oder hätte ich komplett weiterlaufen sollen und mich nicht von diesem Pseudogespräch ablenken lassen? Viele Fragen, keine Antworten. Ich lief noch ein bisschen unzielstrebig durch die Stadt, schoss ein paar lieblose Bilder um mich abzulenken und ging schließlich in meine Casa. Ich suchte mir einen Gesprächspartner, die Schweizerin, die ich schon von vorher aus diesem Casa kannte. Wir gingen zusammen essen und liefen zusammen durch die Stadt. Ich weiß aber nicht so genau wie ich mich fühlen sollte. Ich habe zumindest gelernt, glaub ich. Ich hoffe es geht ihm gut und ich werde mich damit abfinden. Morgen verlasse ich Havana mit der Schweizerin und einer Griechin zu Maria la Gorda. Viele Leute sagen, dass das der schönste Strand ist den sie jemals gesehen haben- ich bin gespannt.
Nachwort: ich kann verstehen wie viele immer wieder kommen. Es ist eine der interessantesten Kulturen die ich erlebt habe. Man kann selbst als Mädchen Nachts alleine rumlaufen. Man rennt in Leute die einem ihr neues Lied auf Gitarre vorspielen wollen ohne etwas dafür zu bekommen. Es gibt die freundlichsten und herzlichsten Menschen, die trotz ihres limitierten Einkommens nichts erwarten, es gibt andere, die das ausnutzen. Alle (außer die ‘gleicheren’ wie es Orwell nannte) haben zu wenig (zu wenig um sich Luxus zu leisten zumindest) Geld -egal wie gebildet. Es sind nicht die ungebildeten oder gebrochenen Lebensläufe, die nach Geld fragen, sondern teilweise rechte gebildete Menschen, die sich dafür entschieden haben. Man prostituiert sich um mit einem Westler in ein paar Stunden das reguläre Monatseinkommen (oder mehr) seiner Eltern zu machen. Was für ein verlockender Deal das doch auch bestimmt in Europa wäre. Auf der anderen Seite gibt es auch viele andere Möglichkeiten Geld zu machen, die weniger risikoreich sind. Den Leuten haben gerade genug um zu gesund zu leben. Luxus ist nicht vorgesehen. Ich bin sehr gespannt darauf dieses Land und diese widersprüchliche Kultur und ihre Menschen besser kennenzulernen. Ich tauche nun wieder in die analoge kubanische Welt.
Viele sonnige Grüße in den kapitalistischen Westen ;)
Wir nahmen ein Taxi nach Maria la Gorda, ungefähr 4 Std von Havanna. Leute beschrieben es als den schönsten Strand den sie je gesehen hatten… Naja! Es war echt nicht schlecht, aber der schönste nun echt nicht und für den Preis erst recht nicht. Abendessen und Frühstück war dürftig und der Tauchgang auch nicht der billigste. Ich lernte aber ein paar nette Leute kennen, die auch das gleiche Programm studierten in Holland wie ich, nur in Utrecht. Später noch lernte ich von Kubanern wie man Domino spielt. Wenn man einen netten Erholurlaub sucht ist das bestimmt nicht schlecht dort. Palmen, klares Wasser, kein perfekter Strand, aber es gab Stege und man konnte gut schnorcheln! Ich habe endlich einen Rochen schwimmend im Wasser gesehen, wie er sich majestätisch fliegend davon bewegt.
Zwei tage reichten aber auch vollkommend. Alles in allem merkte ich aber, dass das nicht so wirklich ist was ich möchte. Wenn ich nur am Strand liegen wollte kann ich auch nach Spanien oder sonst wo fahren. Dafür war ich nicht in Kuba (noch nicht). Ich wollte zurück per Anhalter fahren, das ist in Kuba ziemlich gängig. Es gibt Stationen außerhalb der Städte, die extra dafür gemacht sind. Eine Frau fragt die Leute wo sie hinwollen und verteilt sie dann auf die Autos die anhalten. Diesmal nahm mich aber das holländische Pärchen mit. Zumindest bis nach Piñar del Rio. Von hier aus wollte ich dann weiter nach Havanna, allerdings entschied ich mich dann doch ganz spontan eine Nacht dort zu verbringen. Piñar del Rio ist ehrlichgesagt keine besonders erwähnenswerte Stadt, aber sowas muss man ja auch mal sehen und am Ende hatte sie mir ja doch einiges zu bieten.
Ich hatte mich in ein Café gesetzt n Kaffe und danach noch ein bisschen Cola geschlürft während ich mich in ein Gespräch mit zwei Kubanern verwickelte. Diese sagten mir direkt zu Beginn, dass sie kein
Geld nötig hätten weil ihre Eltern im Ausland leben und ihnen monatlich 200 Dollar schicken. Sie luden mich ein Abends mit ihnen in eine Disko zu gehen die neu geöffnet hatte und ich sagte zu.
Bueno, Ich fragte nur nochmal den Besitzer des Casas ob das wirklich ne Kubanerdisko is oder Touristen und er sagte ja, hauptsächlich Kubaner. Also los, ich beschloss zu laufen. Am Park angekommen -das ist so halber Weg- wurde ich von einer Gruppe von BiciTaxi Leuten (Fahrrad-taxi) nach Feuer gefragt. Hatte ich zwar nicht, aber ich unterhielt mich noch kurz mit denen. Die meisten waren ein bisschen komisch, aber einer war ganz cool. Eigentlich waren sie schon fertig für heute, aber mich wollte er dann noch für die letzte Strecke fahren. Auch für den richtigen Preis, den ich vorher woanders erfragt hatte (so um die 15 Cents). Nach einiger Zeit durfte ich dann auch fahren und wir unterhielten und recht gut. Er war sehr überzeugt von den Fahrradtaxen, weil ihm mal ein deutsches Pärchen gesagt haben sollte das diese Idee Gold wert wäre in Deutschland. Aber nun gut, angekommen fragte ich ihn ob er nicht auch in den Club wollte, aber er hatte kein Geld. Ich selbst wollte nicht auf die häufig benutze ‘kleiner Finger, ganze Hand’ Taktik reinfallen und sagte ihm, ich könnte ihn nicht in den Club einladen, aber ein paar Refrescos wären drin. Davon ist einer ungefähr 4 Cents wert. Wenn es ihm nur ums Geld ging würde er sich normal nun verziehen, weil es wahrscheinlich auch sonst nicht mehr zu holen gibt. Stattdessen erzählte er mir von seiner Familie, wo er wohnt, seiner Arbeit auf dem Tabakfeld…. Tabakfeld? Erzähl mir mehr! Er gab mir Adresse und welche Busse ich nehmen musste am nächsten Tag und ich ging hin.
Am nächsten Tag, stieg ich irgendwann aus der holländischen Sardinenbüchse (ein alter holländischer Bus) aus den 60ern oder aus. Man sagte mir ich müsste noch einiges laufen. So 4 Kilometer oder so.
Aaaach, das is jetzt alles schon so lang her, verzeiht mir, aber das jetzt noch großartig weiterzuschreiben ist nicht mehr so authentisch. Ich machs kurz:
Ich war bei dem Tabakfeld, hab gelernt, dass viele die da gearbeitet haben, dort als Strafe arbeiteten. Der, den ich besucht hatte, angeblich, weil er besoffen auf der Straße war. Ich hab bei seiner so lieben Familie geschlafen. Die Mutter wollte mich messten. Und weil ich gesagt hatte, dass ich essensmäßig recht einfach wär, testete sie mich. Ich bekam Krebse, getrocknetes Schweinespeck und irgendwelche verweichlichten eingelegten Früchte zu essen. Es ging zwar, aber ich konnte nicht immer aufessen. Das ‘normale’ essen hingegen war viel und gut. Mehr erzähl ich wenn ihr fragt. Es war ne gute Zeit und obwohl ich aus den vorigen Erfahrungen nie so richtig trauen konnte, waren alle Bedenken unbegründet.
Ich fuhr nach Kuba, blieb dort noch ein paar Tage, hatte noch immer meine Geldprobleme, weil meine Kreditkarte ja ein Limit hatte. Als der Nervenkitzel zu groß war, ob ich noch Geld bekomme und letztendlich beklaut wurde, buchte ich mich in Varadero für die letzte. 5 Tage ein, was nur in der Theorie noch zu Kuba gehörte. Natürlich hatte ich auch trotzdem dort noch meine Abenteuer, aber das erzähl ich euch dann lieber. Mein schwarzer Nagel stammt aus dieser Zeit.
Nach diesen Tagen stieg ich ins Flugzeug ein, bekam Nachts Schüttelfrost und lag dann eine Woche mit Fieber im Bett. Keine Sorge es war weder Malaria, noch Dengue. Und nun, fast einen Monat später, geht es mir auch ganz gut!
Das Buch war zwar nie in meinem Bücherregal, aber ich stimme vollen Herzens überein. Der Tourismus ist hier noch am steigen und nichts ist wirklich überlaufen. Wenn Touristen dann Backpacker oder Leute auf der Durchreise. Ich habe im Casco Viejo gewohnt, die Altstadt. Viele alte Kolonialstilgebäude, aber natürlich die meisten halb zusammengefallen, aber in ihren bunten Farben sah es trotzdem noch sehr toll aus. Alles ist natürlich ärmer und ich hatte das Gefühl, dass jedem Europäer oder Amerikaner ein Fuß im Drogenhandel angedichtet wird. Aber wahrscheinlich gibt es beides zu Genüge: Leute die gerne Segeln und mit dem Boot verreisen (Panama ist da ein guter Standort) und eben die andere Sorte und wahrscheinlich noch viele andere Gründe).
Als meine erste Nacht dann vorüber war bemerkte ich mehr Mückenstiche zentriert an verschiedenen Flecken, manchmal auch einfach in Linien. Experten und ehemalig Betroffene wissen nun wahrscheinlich wovon ich rede. Ich dachte ich frag Leute im Hostel, die sollten ja bei einheimischen Insekten am meisten Ahnung haben, also fragte ich das Hostelpersonal. Die zuckten nur mit den Achseln und meinten das seien wohl Mücken und die Verteilung ein Zufall. Dann lernte ich noch mehr Leute kennen, mit dem gleichen Phänomen, aus dem gleichen Zimmer wie ich. Es hatten auch schon Leute vor mir Bescheid gegeben. Sie wussten also wahrscheinlich schon ein Tag bevor ich kam, dass das Zimmer wahrscheinlich Bettwanzen hatte. Am nächsten Tag ging jemand über das Holz mit einem Bunsenbrenner, was natürlich nicht viel bringt, wenn alle Leute die Viecher noch in ihrem Gepäck und Klamotten haben. Auch die Nacht danach aus wie ein deutscher Streuselkuchen. Nach der Nacht wurden dann endlich keine neuen Leute mehr in mein Zimmer gesteckt und wir in neue Zimmer eingeteilt. Ich wusch mich und all meine Klamotten, lies die Tasche zu und hoffte einfach (konnte kein anderes Hostel finden).
Ich bin die Dinger zwar nun los, aber ich bezweifle, dass diese Aktion funktioniert hat. Einen Tag später reiste ich ab, diesmal waren wir ein Team aus 2 deutschen Mädels und einem Norweger (Naïma, Genet und Gabriel), und mir natürlich. Wir erlebten gerade wie die Regenzeit so langsam einsetzt und es fast nur noch regnete. Anstatt schöne Inseln bei Regen zu sehen entschieden wir uns dann der Werbung zu dem billigen Hostel in Puerto Lindo zu folgen. Ein Ort der in keinem Guide Book oder sonst wo steht. Die Reise ging mit einem abgesprühten alten Schulbus am Strand vorbei, auf der anderen Seite eine Art Regenwald. Bei unserer Bushaltestelle zum umsteigen wurden wir dann anderthalb Stunden von einem Prediger unterhalten der mindestens hundertmal Dios (spanisch für Gott) sagte und einmal Pornografía. Die Kontexte blieben mir verschlossen, aber ich hatte Mitleid, dass dem lustigen Hampelmann sonst niemand zusehen wollte. Die nächste Fahrt wurde eng, aber das war der letzte Bus und so mussten wir da rein. So nah stand, saß oder lehnte ich schon lang nicht mehr an, auf oder unter Leuten. Irgendwann ging die Tür nicht mehr zu aber es war zum Glück auch nicht mehr so voll. Trotzdem hing ich für ca. 30 min. Mehr außerhalb als innerhalb des Busses. Aber es war nicht so schlimm wie es sich anhört, ich dürfte halt nur nicht loslassen ;). Und die Aussicht machte alles wieder, ich hatte sozusagen die Plätze mit der besten Sicht.
In unserem kleinen Hostel waren wir nun wirklich die einzigen und das Dorf bestand aus einer Schnellstraße und einer kleinen Straße, dazwischen aus den Wohnzimmern heraus geführte Läden von denen man erst später rausfand dass dort eigentlich etwas verkauft wird. Das Dorf wird angeblich von einem Drogenbaron geleitet, aber mehr weiß ich auch nicht. Irgendwann zeigte mir ein Junge allerdings den privaten Zoo von diesem Typen. Von draußen konnte man nur einen Teil sehen: einen Leoparden, einen Puma, einen großen eigenartigen Vogel und etwas, dass aussah wie riesige Meerschweinchen. Mal wieder klingt das alles düster, aber wir hatten eine Menge Spaß. Ein Franzose den wir getroffen haben arbeitete für eine Fischfarm (OpenBlue). Wir guckten uns die Käfige im Meer an, und fuhren ein paar Stunden von Insel zu Inseln. Wir sahen zwar keine Krokodile in den Seitenflüssen, aber Affen auf der Affeninsel… Den Sonnenuntergang verbrachten wir dann auf einer verlassenen Insel, die von Palmen übersäht war. Ein Bier noch dazu und fertig war das klassische Film Happy Ending. Hier gehts aber weiter, ich war noch in der Schule, an dem Tag haben alle Schüler Gummistiefel geschenkt bekommen und Süßigkeiten auf denen extra geschrieben stand, dass sie von der Regierung von Panama kommen. Der kleine Alex erzählte mir, dass sein Vater im Gefängnis ist, aber alles ok, weil er ihn ja am Donnerstag besuchen geht. Ich weiß nicht weshalb. David, 22, hatte schon drei Kinder mit zwei Frauen, aber liebte alle seine Kinder. Lud mich zum Essen ein und kochte für seine Frau und mich. Das Haus war eher improvisiert. Es bestand aus einem Raum aber einer Trennung mit Gardinen von Küche, Wohnzimmer und Bett. Boden und Wände waren nicht verputzt und an den Seiten war auch noch eine Öffnung nach außen. Nicht alle Häuser waren so, manche waren da ganz anders und könnten auch irgendwo in Deutschland stehen; mit anderer Einrichtung natürlich. Ich schätze mal er wollte es so haben, andere Leute anders. Auf jeden Fall war es lustig mit ihm und seinen Freunden, später. Heute an meinem letzten Tag hätte ich noch englisch unterrichten sollen, aber die Kinder mussten heute erstmal Müll im Dorf einsammeln, streichen und andere Reparaturen erledigen. Ich bin mir ad nicht so sicher wie das alles wirkt auf den Leser, aber aus vollem Herzen empfehlen dort ein paar Tage vorbeizuschauen, für authentisches Leben, Feiern in Panama und ein gutes Essen bei Maria, ich möchte diese warme und doch recht schroffe Frau Big Mama nennen, irgendwie passt das hervorragend. Nun sitze ich mal wieder in meinen Bus, zurück nach Panama City und morgen geht es auf nach Kuba!
Wünscht mir Glück, schickt mir Tipps (das ist aber nun auch vorbei, ich wusste nicht dass es kein wifi gibt in Kuba das auf dem iPad funktioniert)
Die Stadt der guten Lüfte am Silberfluss habe ich gerade spontan hinter mir gelassen um 3-4 Tage in Santiago zu sein. Wenn man sich jetzt wundert- ne, das war nie einer meiner Pläne, aber irgendwann hat man von einer Stadt doch genug gesehen und als ich dann gestern eine Einladung bekommen hab dorthin zu kommen von neu geschlossenen Freundschaft bestand die Wahl zwischen nochmal durch diese riesige Stadt zu gehen und alles aufs Neue zu sehen, oder die Sachen zu packen und die Chance zu ergreifen mehr zu sehn. Ich entschied mich natürlich für’s Letztere.
So sitze ich jetzt schon seit 12 Stunden im Bus und sehe mir diese bezaubernde Landschaft an die Argentinien mir letztendlich doch noch zu schenken weiß. Ganz oben felsig, braun, schwarz, rötlich und bei noch höheren weiß natürlich, Schnee nehm ich mal an ;). Trotzdem sind es angeblich 25 Grad draußen und das Weiße ist nicht zu weit weg von mir. Anyways, gehen wir mal wieder einen Monat zurück. Klein-Pascal kommt hier an mit einem romantisierten Bild von Buenos Aires. So wie auch in Düsseldorf und Kalifornien , wusste ich, muss es auch hier klappen, dass ich ein Zimmer für den Monat und die 10 Tage bekomme, die ich hier bin, und dann noch so zentral wie möglich. Nichtmals über couchsurfing könnt ich ein zimmer zentral finden und wenn etwas nett war, dann gabs auch andere, viele, Berwerber natürlich und davon wollte ich mich nicht einlassen, außerdem ist es, wie in allen anderen Städten (habt ihr gelesen? In Berlin sind die Preise -selbst in Neukölln teilweise 40-60% gestiegen…?) in eevve eveeeJahren Super teuer geworden. Was mir übrig blieb war eine Utopie eines Pascal’s der einen Monat in Buenos Aires leben wollte, mit ständigem Wohnplatz, einer Tangoschule ganz in der Nähe, nicht zu teuer und Leute mit denen ich die ganze Zeit Spanisch spreche. Aber wie das eben so ist, kommt es immer anders, und zwar, als man denkt.
Jetzt nochmal kurz ein kleiner Einschub vom jetzt Moment. Es muss übrigens doch kälter sein, die Fenster sind eiskalt und der Schnee liegt mittlerweile fast vor dem Bus. Und nun musste ich aus raus für den Grenzübergang, muss so um die 13 Grad sein.
Was habe ich nun gemacht für die ganze Zeit in Buenos Aires? Ich hatte ja trotzdem meinen Spaß, nur eben anders. Direkt am ersten Tag wurde ich allerdings von dieser Stadt verwirrt. Ich wollte zu jemanden von Couchsurfing und wollte dazu vom Flughafen eigtl ein Taxi nehmen, verwirrt von all den Preisunterschieden auf der Reise, wollte ich dem Taxifahrer den Preis nicht glauben- höchstwahrscheinlich zu recht. Dann gab es aber so ein Sammeltaxi und ich wollte am nächsten Bahnhof abgesetzt werden, von da aus kannte ich den Weg. Dazu mischte sich dann allerdings das nächste Problem. Die Menschen sprachen plötzlich ein ganz anderes Spanisch als ich damals gelernt hab. Der Typ neben mir sagte plötzlich irgendwas, das klang wie ‘aschá’ was im rumänischen so viel heißt wie ‘so’. Mein rumänisch ist zwar auch nicht besser, aber automatisch ohne nachzudenken wechselte ich zu gebrochenem rumänisch und dann wieder Spanisch und dann hab ich gar nix mehr verstanden. Heute weiß ich, dass Argentinier jeden i-Laut im spanischen zwischen zwei Vokalen oder am Anfang wie ‘sch’ aussprechen, aber das ist nur einer der vielen Unterschiede. Mittlerweile geht’s wieder, genug um über die Runden zu kommen. Ich wurde natürlich nicht am nächsten, sondern am Bahnhof im Zentrum abgesetzt. Ich hatte keine Ahnung wo ich bin und es gab 4 Bahnhöfe und eine u-Bahn (nebeneinander!). Eine Station für Busse, zwei für Inland und Ausland, und dann noch für die Provinzen. So ungefähr war das glaub ich. Ich fragte mich durch, aber keiner wusste wo ich hin muss und gab mir Tipps, jeder anders, selbst das Personal wusste nicht so recht. Jemand meinte ich sollte die .u- Bahn nehmen. Macht ich also. Ich traf ne deutsche die half mir ein bisschen, fand ne Argentinierin, die mir dann half und den Couchsurfer für mich anrief und mit mir wartete. Natürlich war das alles nicht richtig, aber nun wurde ich eben woanders abgeholt. Am Bahnhof gab es niemanden, der seinen Rucksack auf dem Rücken trug, sondern ausschließlich dem Bauch, wegen der hohen Kriminalität vor der man an nun wirklich jeder Ecke gewarnt wird. Jaja, klar gibt’s da ne Kriminalität, aber nur wenn ich mein Portemonnaie in die Hand nahm kam jemand der mich warnen wollte. Ich wurde insgesamt bestimmt 50 mal gewarnt und einmal fast beklaut- da hatten die
Warnungen doch nicht genutzt. ;)
Am Ende dieses Tages hat nochmal alles geklappt. Matu Meyer (der Couchsurfer) holte mich ab und es gab ein leckeres Asado: das ist argentinisches Barbecue. Und zwar mit dem besten Fleisch, und angeblich auch Eingeweide, die ich zwar probierte, aber nicht zustimmen konnte, dass sie das Beste sein(war ja schon als Kind so, dass man das ‘Beste’ nie mochte)… Bei Matu blieb ich so drei Tage und wir gingen Abends immer aus, war ja schließlich auch St Patricks Day und ich hatte einen Jet lag der so dann natürlich auch nicht mehr spürbar war…
Danach zog ich zu nem Freund von einer Freundin (Muchas Gracias, Leona) von mir, in der Stadt, der schien aber recht mit sich selbst und der Uni für den Moment beschäftigt gewesen zu sein, also suchte ich schnell nach anderen Möglichkeiten um ihn entlasten zu können, und mich natürlich auch. Ich entschied mich für eine Sprachschule mit Unterkunft. Davor traf ich dann noch mehr Freunde von einem anderen Freund mit denen ich dann ab und zu mal aus war. Endlich mal wieder eine gute Hausparty, das hatte ich schon ein bisschen vermisst merkte ich dann (danke, Philip!). In der Sprachschule konnte ich mich dann endlich an diesem eigenartigen Spanisch probieren und noch mehr Leute kennen lernen. Ich fuhr nach Tigre wo ich das Haus des alten Präsidenten sah (wenn ich meinen Nachbarn auf der Fähre richtig verstanden habe). Dieses Haus war komplett von Glas umgeben damit es nicht kaputt geht (in etwa so als hatte man sich die Architektur von Apple-Tempeln geliehen nur den Laden darin vergessen). In Tigre waren wir aber eigentlich um einen entspannten Ort Jenseits der Hektik Buenos Aires’ zu verbringen, gelungen.
Warum aber Brauch man eine Auszeit von Buenos Aires kann man sich fragen? Ehrlichgesagt hatte ich mich nicht so richtig mit Buenos Aires anfreunden können. Das ist eine Stadt von ca. 11 Mio. Einwohnern, im Blocksystem gebaut, ein nur kleines, aber überfülltes U-Bahn System. Um von einem Ort zum nächsten zu kommen gibt es so ein Heftchen (von dem ich aber erst am Ende gehört hab und das soll auch nicht so einfach sein) das die hunderte Buslinien beschreibt. Von einem zum anderen Ende zu laufen kann auch mal bis zu drei Stunden oder noch länger dauern. Taxi fahren war zwar ungefähr halb so teuer weinen Deutschland und Busfahren nicht mehr als 30 Euro Cent, aber trotzdem alles nicht so einfach. Dazu hatte ich mich in diesem riesigen Straßennetz am Anfang eher gefangen als frei gefühlt. Um auch nur ein bisschen Natur zu sehen muss man nach oben sehen, dort sieht man dann den Himmel, sondern war man in den meisten Stadtteilen hauptsächlich mit Beton und recht großen Gebäuden umgeben. Und sobald ich meine Kamera rausholte kam jemand der mir den Tipp geben wollte, dass ich nicht mit der Kamera rumlaufen sollte. Ich sagte immer höflich, oops vergessen und machte schnell meine Fotos. Ich hörte zum Beispiel die Geschichte, dass jemand erstochen wurde weil er seine Kamera nicht hergeben wollte. Bei mir war es nicht ganz so schlimm ich saß zunächst am frühen morgen alleine im Starbucks (keine Ahnung wie ich dort gelandet bin, ich Mag das Konzept mit der Idee von Gemütlichkeit die es in Wirklichkeit nicht gibt eigentlich überhaupt nicht). Ich machte meine Spanischhausaufgaben, aß das Baguette, dass natürlich nicht schmeckte und der Kaffee, der ganz ok war. Für meine Hausaufgaben brauchte ich allerdings mein ipad, weil mein Dictionary da drauf ist. Irgendwann mit der Rush Hour füllte sich aber der Starbucks, was mir leider, vertieft in die Arbeit, nicht auffiel und ich mein iPad weiter dort liegen ließ. Da klopfte jemand am Fenster und machte wilde Gesten, die ich nicht verstand und deutete mir auf ihn zu warten. Und schwups war mein iPad weg. Ich bin auf den einfachsten Trick reingefallen… Glücklicherweise hat eine nette Starbucks Mitarbeiterin mitbekommen was passierte, lief hinterher und brachte es mir zurück- Yay. So kann ich auch weiter für Euch liebe Menschen meinen Reiseblog weiterschreiben.
Kleine Zwischeninfo: Mittlerweile bin ich übrigens auf meinem Flug nach Panamá. Komm auch gleich an. Wahrscheinlich werde ich in Panama weiter schreiben müssen.
Aber auch wenn Buenos Aires keine Liebe für mich entwickelt hat, hatte ich ja Spaß. Sie hat mich mehr wie einen flüchtigen Bekannten, der ich ja nun mal war, behandelt. Mit dem ich ab und zu mal Spaß haben konnte, aber letztendlich hat sie sich eben nicht genug um mich gekümmert. Vielleicht auch weil ich sie nicht zu sehr wertgeschätzt hatte. Ich schlenderte gerne über einen riesengroßen Hafen, der mich vielleicht ein bisschen an Düsseldorf erinnerte. Allerdings streite ich es ab, dass Buenos Aires besonders europäisch sei. Viele Gebäude wirken zwar europäisch, aber das reicht ja wohl nicht ;). Ab und zu fühlte ich mich an ‘Europa’ erinnert, aber so wirklich ne. Mir erschien das eher wie ein
Mythos. (es gibt grad Essen im Flugzeug, hoffentlich besser als die kalte Lasagne eben— fertig- schade, das arme Schwein das für dieses recht fade Sandwich sterben musste).
Weiter: der Mythos, ja, fast jeder der Porteños schwärmte über Paris, wenn nach Europa, dann auf jeden Fall Paris. Ansonsten natürlich noch Italien und Deutschland.jeder 4. Erzählte mir, dass sein Opa oder Oma deutsch waren, sprechen konnte es allerdings niemand mehr in meinem Alter.
Palermo war schön für all die kleinen Boutiquen, Bars und Parks und Bäume. Wenn man irgendwo oben stand konnte man sofort sehen wo Palermo ist, weil der grünste Teil der Stadt. San Telmo schillerte mit seine Andersartigkeit, seiner Street Art und der unzähligen kleinen Straßenkneipen. Recoleta? So richtig weiß ich nicht warum hier das teuerste oder schniekste Stadtteil ist. Viel gab’s hier nicht zu tun, nur ein paar Einkaufsstraßen und die Hauptattraktionen um die Ecke, aber vielleicht ist ja genau dieses Nichts der Grund. Parties starten hier erst um 1.30 a.m. Und sind auch um 5 in der Regel noch gut gefüllt-überall in Buenos Aires, jeden Tag (montags natürlich ein bisschen weniger). Die Preise, abgesehen von den öffentlichen Verkehrsmitteln sind so teuer oder teurer als bei uns. Qualitätsware (wie mein Haarspray;) kostet das dreifache), aber auch ein USB- Stick für 32 GB kostet 90€. Verrückt, oder? Bier, wie bei uns, Anziehsachen auch, Bäckereien sind billiger, Obst gleich, Fleisch natürlich günstiger usw.. Feiern waren gut, Menschen waren sehr freundlich, aber trotzdem war mir das alles zu groß.
Zu Ostern entschied ich mich nach Uruguay mit der Fähre zu fahren. Der eigentliche Plan war einen Roller auszuleihen und ne Tour für ne Woche zu machen. Die Roller Vermieter meinten allerdings das geht nicht und so änderten Schach die Pläne. Ich lernte Bjørn auf der Fähre kennen, ein Finne, mit dem ich dann ein bisschen rumlief und die Zeit uber rumreiste. Colonia war die erste Stadt ein historisches Dörflein, das mit Touristen überfüllt ist. Nette Fotos, ein Slum am Rande (hier wollte ich nun wirklich nicht meine
Kamera rausnehmen), ein Leuchtturm, und ein Colosseum, das eigentlich einsturzgefährdet war. Das interessierte allerdings niemanden (ach man, wir landen. Ich schreib nachher oder morgen weiter)
Gestern hat das alles doch nicht mehr geklappt mit posten oder mehr schreiben, da ich mein iPad als Pfand im Hotel abgeben musste. Zur Geschichte: ich kam in Panama am Flughafen an. Meins war das zum ersten mal das erste Gepäckstück, so dass ich dann auch schnell durch die Kontrolle ging, dort nicht warten musste, so wie am Geldautomaten- wenn er denn funktioniert hätte… Es gab Automaten von drei Banken und alle sagten mir: “Sorry, please contact your financial institution” oder so. Ein netter Taxifahrer nahm mich trotzdem mit. Wir blieben an 2 Automaten stehen und trotzdem, Fehlanzeige. Ich dachte also, kein Problem, ich gebe meinen Passport als Pfand ans Hostel oder so und dann geb ich denen das sobald das wieder geht. nix da. “unser Manager möchte das nicht. Wir können da nichts machen” also stand ich da mit meinem Taxi Fahrer dem und dem Personal. Keine Ahnung wie das zu Ende geht, alle Banken hatten zu und in Deutschland ja sowieso. Ich also einfach weiter gefragt was ich denn machen sollte ohne
Geld in Panama. Und hab ihnen alles als Pfand angeboten. Das iPad musste dann dran glauben und heute hab ich dann alles geregelt. Lustigerweise konnte mir auch hier die Bank gegen Vorlage meiner Mastercard Geld aushändigen. Sie rieten mit also zur Mall zu gehen von der ich natürlich nicht im entferntesten wusste wo sie ist was die Sache auf Spanisch natürlich nicht einfacher machte. Dann kam jemand von den anderen Angestellten, gab mir 3 Dollar fürs Taxi und auf gings. Schulden sind nun beglichen und ich kann weiterschreiben. Mehr schreib ich aber die Tage, noch über Uruguay und Chile.
Meine Lieben,
Ich habe diesmal nur Fotos auf Facebook hochgeladen sie aber für eine Zeit für jedermann zugänglich gemacht. Hier dauert das alles so lang,
Hier die Links:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151482548180704.838986.564435703&type=3&l=7c57492faa
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151485817120704.839536.564435703&type=3&l=9f10aa6576
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151486392645704.839629.564435703&type=3&l=34558b6b44
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151486454575704.839644.564435703&type=3&l=a147abebe7
Links müssen einfach angeklickt werden und sollten funktionieren.
Liebe Ostergrüße,
Pascal
Und wieder einmal sitze ich am Flughafen. Auckland diesmal. Vor ein paar Stunde aus Dunedin angekommen und mit einer warmen Umarmung abgeholt worden von meinen Gasteltern von 2005. Jetzt wieder hier, diesmal um elf Stunden und dreißig Minuten der insgesamt 72 Stunden im Flugzeug abzusitzen, die ich am Ende, nach Kuba, hinter mir habe.
Neuseeland war mehr ein verlängerter Layover, auch hier hatte ich nicht die größten Pläne gemacht für meine 9 Tage gemacht. Kurz bevor ich ankam allerdings bekam ich eine Mail von meinem alten Gastvater, der mich gerne sehen würde. Meine erste Leistung war also der Weg vom Flughafen zu ihm in den Laden. Wir konnten uns über die letzten Jahre unterhalten und es war ein tolles Gefühl ihn nach 7 Jahren wiederzusehen. Dazu bekam ich Jesse’s (mein Austauschschüler von damals) Zimmer in dem er die letzten 10 Monate gewohnt hatte.
Ein eigenes Zimmer, ein gemütliches Doppelbett, kein Lärm, dunkel in der Nacht. Das war zu dem Zeitpunkt besser als irgendwelche Reisen zu Steinen, Stränden oder Herr der Ringe Kulissen. Ich machte es mir also erst einmal gemütlich und machte Einöden 2 Tage gar nichts. Las ein Buch, versuchte ein Zimmer in Buenos Aires zu finden, oder genoss die
Ruhe und Ungestörtheit. Ich traf meine Gastmutter und ihren Partner (geschiedene Eltern), machten dann doch ein wenig Sightseeing durch Auckland, den Hafen und Mount Eden- einer von 7 inaktiven Vulkanen rund um Auckland. In der Mitte, also der Vertiefung des Vulkans glänzten Steine mit dem Schriftzug ‘cunt’.
Am Samstag überlegte ich mir dann spontan noch schnell nach Dunedin zu fliegen wo ich damals zur Schule ging, noch ein paar Freunde von damals hatte, vor allem Jesse, der dort nun wartet, dass seine Europareise in zwei Wochen losgeht.
Am Sonntag machte ich noch spontan eine Wandertrip durch den Busch mit meinem Seba, meinem Gastvater. Ich glaub das Gebiet heißt Watakeri(?). Seht Euch hierzu bitte die Bilder an, sobald ich sie hochlade. Schön wieviel Zeit sie für mich spontan genommen haben, oder? :)
Natürlich hatte ich mich auch mal wieder mit ein paar Couchsurfern getroffen, hab auf der Straße Leute kennengelernt mit denen ich spontan feiern war und hab mir einen Film auf einer alten Fabrikmauer draußen im Park angesehen.
Dann zu Dunedin, da gibt es echt nicht viel zu sehen, dazu ist es recht kalt, teilweise kälter als in Deutschland im Moment. Darum ging es aber nicht. Es waren, die Erinnerungen und Leute, die ich nach Ewigkeiten wiedergesehen habe (ich habe auch hier ein bisschen Sightseeing gemacht, so ist es ja nicht ;)). Sogar als wir dann gestern noch ein bisschen meinen Abschied gefeiert hatten, kam ein Mädchen auf mich zu und schrie ‘Pascal Possler, really?’ Es war Hope, die ich auf meinem German Camp in 2005 kennen gelernt habe. Jesse schenkte mir noch seine Maori-Kette brachte mich zum Flughafen, aber zu dramatisch war es nicht, wir sehen uns ja bald wieder.
Andere Highlights der Reise, die wohl nur für Menschen die schonmal hier waren interessant sind. Ich genoss endlich wieder Speights, die nicht so guten Pascall Lollies, Mince Pie, Vegemite, Hot Cross Buns, L&P, Usw, welch Genuss :)
Mittlerweie bin ich schon seit 2 Nächten hier. Und Nächte ist genau das was es ist. Um meinem Jet lag vorzubeugen war ich mit meinem couchsurfer jeden Abend unterwegs. Natürlich geht man hier auch erst um 5 nach Hause und getrunken wird aus 1L Flaschen. Hat man das schonmal gesehen? Im Moment lebe ich noch in einer Provinz 40min außerhalb. Morgen ziehe ich aber ins Capital, zu den Porteños, so nennt man Leute in Burnos Aires. Mein Spanisch ist im Übrigen miserabel! Gibt noch viel zu lernen, dazu sprechen die hier ein ganz schön komisches Spanisch. Ich verabschiede mich aber vorerst und melde mich wenn ich all die Eindrücke hier verarbeitet habe.
Basta Luego